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Klappentext:
Hoch im Norden Amerikas machen sich drei junge Bären, jeder auf sich gestellt, auf eine außergewöhnliche Reise. Lusa, die kleine Schwarzbärin aus dem Zoo, kann dem Ruf der Wildnis nicht länger widerstehen. Doch so hart hat sie sich das Leben draußen nicht vorgestellt. Kallik, die junge Eisbärin, die unter dramatischen Umständen ihre Mutter verloren hat, sucht verzweifelt ihren Bruder. Nur Toklo, der Braunbär, ist stark und unabhängig. Warum lässt er sich ausgerechnet auf die Freundschaft mit Ujurak ein? Dieser Vielgestaltige, der mehr ist als nur ein Bär, gibt ihm immer neue Rätsel auf …

SEEKERS – Die Suche beginnt (Band 1)
Autor: Erin Hunter
Verlag: Beltz
ISBN-13: 978-3407811042
Format: Gebundene Ausgabe

Einleitung:
Das Autoren-Team welches unter dem Pseudonym Erin Hunter auftritt, hat nach den „Warrior Cats“ nun ihren nächsten großen Wurf gelandet. Dieser spielt wieder im Tierreich, diesmal sind die Tiere jedoch ein „wenig“ größer. Denn die Damen Hunter führen uns in die Welt der Bären ein! Genau genommen in die Welt von 3 Jung-Bären, und wie sich diese Welt so entwickelt und ob uns „Seekers“ genauso gut unterhalten, wie es die Warrior Cats taten und noch tun, dass erfahrt ihr in den folgenden Zeilen, unserer Rezension zu „Seekers – Die Suche beginnt

Inhalt:
Die Hauptpersonen, ähm die Hauptbären der vorliegenden Geschichte sind die Eisbärin Kallik, der toughe Braunbär Toklo, und die lebenslustige Schwarzbärin Lusa. Im ersten Band zu „Seekers“ erfahren wir abwechselnd immer mal wieder etwas aus dem Leben dieser drei noch jungen Bären. Jedoch noch völlig unabhängig voneinander. Doch wir verraten euch nicht zu viel, wenn wir euch mitteilen, dass sich die Zukunft dieser drei Bären noch verflechten werden.

Doch zu Beginn führt noch jeder Bär sein eigenes Leben. Kallik die Eisbärin lernen wir als Erstes kennen, diese junge Eisbärin lebt mit ihrem Bruder und ihrer Mutter in den eisigen Regionen Alaskas. Die Mutter der Beiden lehrt die jungen Eisbären was es heißt ein richtiger Bär zu werden. Wie jagt man Robben, was passiert, wenn das Packeis schmilzt und vieles mehr, aber natürlich berichtet sie auch über die hauseigene Bärenreligion. Ja, auch in dieser Welt, erklären sich die Bären, den Tod und das Unverständliche mit einer Art Religion, oder besser gesagt anderen Sphären, welche die Protagonisten nach ihrem Ableben aufsuchen werden. Leider bleibt es nicht allzu lang bei diesem harmonischen Zusammenleben. Kallik lernt schneller als ihr Lieb ist, die harte Seite des Lebens kennen, durch das schmelzende Eis, sind die Eisbären früher als gedacht gezwungen ans Festland zurückzukehren. Und es wird ein anstrengender Gang. Als Kallik auf dem Weg zum Festland ihren Bruder verliert, macht Sie sich auf die Suche nach diesem, doch alles ist so ganz anders auf dem Festland. Andere Tiere, andere Gerüche, hunderte Eindrücke…

Der Braunbär Toklo ist ein selbstbewusster junger Bären-Bursche, der die ganze Welt entdecken will. Leider hält ihn sein jüngerer kränklicher Bruder Tobi bei diesem Ziel ziemlich auf. Nicht nur, dass er ständig Rücksicht auf Tobi nehmen muss, nein seine Mutter verhätschelt ihn auch noch ständig. Dies macht Tobi zornig, doch als das für eine Mutter schlimmste passiert, wird auch Toklos Leben auf den Kopf gestellt. Wird der selbstbewusste Braunbär mit dieser Situation fertig werden? Die Letzte im Bunde ist die Schwarzbärin Lusa, sie hat so ein ganz anderes Leben als die beiden wild lebenden Bärenjunge. Denn Lusa ist im Zoo geboren, sie kennt die Freiheit nur aus den Erzählungen ihres Vaters, der einst ein stolzer wild lebender Schwarzbär war. Lusa wird immer neugieriger, würde das Leben dort draußen gerne kennenlernen, vielleicht wird ihr dies eines Tages gelingen?

Drei unterschiedliche Bären, drei unterschiedlichste Geschichten, welche dann doch irgendwann zu einer großen Geschichte werden (sollen), so zeigt sich der erste Band der „Seekers“. Das Universum, welches das Autorenteam erschafft, könnte vom Prinzip direkt aus den „Warrior Cats“ Titeln stammen. Denn das Konzept ist das gleiche. Es wird realistische Tier-Fantasy geboten, welche die Tiere per se in ihrer natürlichen Umgebung zeigt und sich auch innerhalb dieser Umgebung relativ natürlich verhalten. Keine angezogenen Mischwesen aus Mensch und Bär. Sondern echte Bären, die jagen, und Leben wie wir es erwarten würden. Nur dass wir innerhalb dieses Buches miterleben dürfen, wie die Bären miteinander auf menschliche Weise kommunizieren. Aber selbst, dass ist ja noch ein Stück weit realistisch. Auch Tiere kommunizieren miteinander, natürlich nicht so komplex, wie es im Buch gezeigt wird, dass Bären Geschichten über die Bären-Ahnen erzählen, dürfte dann doch etwas weit hergeholt sein. Aber ähnlich wie die Erzählungen der Kriegerahnen der „Warrior Cats“ ist das ganze eben nicht „too much“. Sondern fügt sich gut in die Geschichte ein und macht es eben interessant. Und es ist eben kein Naturbuch, sondern ein Fantasy-Jugend-Roman.

Der erste Teil der Serie präsentiert sich in Wellen, zum einen, da man immer wieder zu den verschiedenen Bären gewechselt wird, aber auch, innerhalb der Geschichten ist es ein stetiger Wechsel zwischen „ruhiger See“ und „Sturmflut“. Wir begleiten die Bären in ruhigeren Abschnitten, aber man kann sich darauf verlassen, dass es nicht lange so ruhige bleiben wird. Dies liest sich sehr angenehm und macht dadurch keinen gehetzten Eindruck. Sprachlich ist „Seekers“ ähnlich angenehm wie „Warrior Cats“ zu lesen. Es entsteht ein guter Lesefluss, die Sprache ist einfach, aber nicht in negativen Sinne, wodurch ebenfalls dem guten Lesefluss zugutekommt. Sprachlich wird wieder mit einigen Stilmitteln gespielt. So wissen die Bären natürlich nicht, dass Autos Autos heißen, sondern geben ihnen – wie bei den Warrior Cats – ihre eigenen Namen. Ein Mensch ist so kein Mensch, sondern ein Flachgesicht, was aus den Augen eines Bären, wohl auch ein sehr passender Begriff ist. Gegen Ende der Geschichte wird dann nochmal kräftig Lust auf den nächsten Titel gemacht.. man darf gespannt sein.

Fazit:
Der Einstand von „Seekers – Die Suche beginnt“ ist wirklich gelungen. Das bekannte Rezept der „Warrior Cats“ zieht auch bei den Bären. Die präsentierte Welt ist interessant, teilweise erschreckend realistisch (Umweltprobleme) und die Bären wachsen einen schnell ans Herz. Auch liest sich das Buch einfach schön unproblematisch und flüssig, und auch für die Augen wird der von Beltz gewohnte toll und hochwertig gestaltete Hardcover-Druck geboten. So bietet „Seekers“ alles, was ein gutes Fantasy-Jugend-Buch bieten muss, zieht im direkten Vergleich mit den „Warrior Cats“ den kürzeren. Dabei ist die Begründung, warum dies so ist, gar nicht so einfach zu vermitteln. Vielleicht am Ende nur der subjektive Eindruck eines Katzenhalters, der einfach besser in die Geschichte der Katzen eintauchen kann. Nichtsdestotrotz, bietet „Seekers – Die Suche beginnt“ sehr gute Unterhaltung, für alle die die „Warrior Cats“ lieben, ein Pflichtkauf. Aber empfehlen, kann man dieses Buch eigentlich jedem, der auch nur im entferntesten etwas mit „Tier-Fantasy“ anfangen kann. (MWE)

Bewertung:
 

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